Algarve, 60x48 cm, Acryl, 2004Malgründe

Das Malen ist eine Leidenschaft, die mich fortwährend drängt, Gesehenes auf Darstellbarkeit zu überprüfen. Das ständige Suchen nach neuen Möglichkeiten, das Ausprobieren von Form und Farbe ist wie das Eintauchen in eine fantastische Welt, ein Wechselspiel der Gefühle zwischen Verzweiflung und Genugtuung und ein ständiges Austarieren von Verstand und Gefühl. 
Dabei ist es unerheblich, ob die Darstellung eine gegenständliche oder abstrakte ist.

Obwohl es den Anschein von absoluter Modernität hat, sich bildnerisch ungegenständlich zu äußern, ist meine Bildsprache im Wesentlichen eine gegenständliche.  Die gegenständliche Malerei hat heute im Zeitalter moderner Medien nach meinem Dafürhalten ihre Berechtigung in dem Bedürfnis des Betrachters, Schönheit, Emotionalität oder einer bestimmten Aussage konkrete Gestalt zu geben.  Dies hindert mich nicht daran, abstrakte Malerei zu bewundern, sofern sie nicht den Verdacht aufkommen lässt, dem Ausspruch von Arnold Böcklin zu genügen, der da lautet: "Nichts können ist noch lange keine neue Richtung".

Nachdem ich viele Jahre vorzugsweise mit Öl und Pastellkreiden gearbeitet hatte, hält mich seit einigen Jahren die Aquarellmalerei in ihrem Bann. Diese Technik, gekennzeichnet von der Möglichkeit, spontanen Eindruck schnell umzusetzen, birgt die Gefahr, gelungene "Aquarelleffekte" zum Bildinhalt werden zu lassen. Ein wirklicher Anspruch ist es, das Aquarellieren als ein Mittel optimaler Bildgestaltung zu entwickeln.

Das Aquarell mit seinen begrenzten Korrekturmöglichkeiten ist hinsichtlich dieser Zielstellung eine besondere Herausforderung, die mich immer aufs neue reizt. Gleichzeitig operiere ich mit anderen Techniken, gegenwärtig verstärkt mit Acryl.